Beschreibung und Aufbau Feldkirchen

Allgemeine Beschreibung

Der Beginn der Abwasserreinigung in Feldkirchen geht in das Jahr 1970 zurück. Damals begann der erste Bau der Verbandskläranlage mit der Errichtung einer mechanischen und biologischen Reinigungsanlage. Die damalige Anlage war auf 20.000 EW ausgelegt.

Bedingt durch die steigenden Anforderungen an die Reinigungsleistung und die Erhöhung der angeschlossenen EW an die Kläranlage wurde die Anlage in den Jahren 1981-1984 auf eine Kapazität von 50.000 EW erweitert.

Durch die Wasserrechtsgesetznovelle 1991 und der damit verbundenen erneuten Verschärfung der Anforderung an die Reinigungsleistung von Kläranlagen wurde eine neuerliche Anpassung der Kläranlage an den Stand der Technik erforderlich. Diese Anpassung wurde in den Jahren 2004-2010 durchgeführt.

Es ist nun eine nach dem Wasserrechtsgesetz an den Stand der Technik angepasste Kläranlage vorhanden, in der täglich 5.000-8.000 m³/d Abwässer mechanisch und biologisch gereinigt werden. Der Ausbau erfolgte auf 50.000 EW. Die jährlich gereinigte Abwassermenge beträgt inkl. der Einleitergemeinden ca. 2,7 Mio. m³/a.

Sie reinigt das Abwasser der Stadtgemeinde Feldkirchen sowie der Gemeinden Himmelberg, Steindorf (Tiffner Kessel) und das Abwasser der Einleitergemeinden St. Urban, Steuerberg inkl. Wassergenossenschaft Wachsenberg, Gnesau, Reichenau, des Bereiches Turrach der steirischen Gemeinde Predlitz-Turrach und aus Randbereichen der Gemeinden Glanegg und Moosburg (Knasweg).

Der Ablauf der Kläranlage Feldkirchen fließt nicht über die Tiebel in den Ossiacher See, sondern wird über eine ca. 4,5 km lange Leitung über die Wasserscheide aus dem Einzugsgebiet des Ossiacher Sees in das Einzugsgebiet der Glan gepumpt.

Der Gesamtausbau der Kläranlage besteht aus 5 Bauabschnitten:

Bauabschnitte

  • BA 051 - Mechanische Vorreinigung, Erweiterung Nachklärbecken, Kanalräumgutlager
  • BA 052 - Umbau Vorklärbecken, Biologie, Verlängerung Ablaufdruckleitung in die Glan
  • BA 053 - Regenrückhaltebecken
  • BA 054 - Erweiterung der maschinellen Primärschlammeindickung (MPSE)
  • BA 055 - Solare bzw. maschinelle Schlammtrocknung

Details zur Kläranlage

Beschreibungen der einzelnen Bestandteile

  • Ausgleichsbecken, Lagerhalle, Photovoltaikanlage
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    Auf dem Dach der Lagerhalle sowie über den Nachklärbecken wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Damit nutzt der Wasserverband Ossiacher See die Sonnenenergie zur nachhaltigen Eigenstromerzeugung.

    Die Anlage besteht aus insgesamt358 Photovoltaikmodulen:

    • 108 Module mit einer Leistung von jeweils 275 Watt
    • 150 Module mit einer Leistung von jeweils 330 Watt

    Die installierte Gesamtleistung beträgt 113 kWp.

    100 % Eigenverbrauch

    Die erzeugte elektrische Energie wird vollständig auf der Kläranlage selbst verbraucht. Eine Einspeisung von Überschussenergie in das Netz erfolgt nicht.

    Damit trägt die Photovoltaikanlage wesentlich zur Reduktion des externen Strombezugs und zur Verbesserung der Energiebilanz bei.

    Förderung

    Die Errichtung der Photovoltaikanlage wurde durch Bundesmittel gefördert und stellt einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger und ressourcenschonender Betriebsführung dar.

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    Fotovoltaik
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  • Faulturm
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    Im Faulturm werden Überschussschlamm aus der biologischen Reinigungsstufe, Primärschlamm sowie Co-Fermente aus der regionalen Speiserestesammlung eingebracht.

    Unter anaeroben Bedingungen – also ohne Sauerstoff – und bei einer konstanten Temperatur von rund 38 °C bauen spezialisierte Mikroorganismen die organischen Inhaltsstoffe ab. Dabei entsteht energiereiches Biogas, dessen Hauptbestandteil Methan (CH₄) ist.

    Das erzeugte Gas wird zwischengespeichert und anschließend in den verbandseigenen Blockheizkraftwerken sowie Gasbrennern verwertet. Auf diese Weise werden Strom und Wärme erzeugt, die zur Eigenversorgung der Kläranlage beitragen und die Energieeffizienz des gesamten Systems erhöhen.

    Der Faulturm verfügt über ein Fassungsvermögen von 2.000 m³. In diesem Anlagenteil befinden sich zudem die gastechnischen Einrichtungen zur Trocknung, Aufbereitung und kontinuierlichen Messung des gewonnenen Biogases.

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  • Gasfackel
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    Im unmittelbaren Bereich neben dem Faulturm befindet sich die Gasfackel. Sie dient als sicherheitstechnische Einrichtung zur kontrollierten Verbrennung von überschüssigem Biogas.

    Bei Überdruck oder Überlastung des Gassystems zündet die Anlage automatisch und gewährleistet so einen sicheren und umweltgerechten Betrieb der gesamten Biogastechnik.

    In diesem Bauwerk sind folgende Komponenten untergebracht:

    • Gasfackel mit automatischer Zündung
    • Zündungsüberwachung
    • Flammenrückschlagsicherung
    • Gasmengenmessung
    • Gaswarnanlage
    • Unterirdische Gaszuleitung
    • Kondensatschleuse
    • Diverse sicherheitstechnische Verrohrungen

    Die Gasfackel stellt damit einen wesentlichen Bestandteil des Sicherheitskonzeptes der Kläranlage dar und trägt zur Betriebssicherheit sowie zum Schutz von Personal und Anlagen bei.

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  • Blockheizkraftwerke (BHKW) – Energie aus Biogas
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    Das im Faulturm entstehende Biogas (Faulgas) wird in sogenannten Blockheizkraftwerken (BHKW) energetisch verwertet. Dabei wird das Gas in elektrische Energie umgewandelt. Die gleichzeitig anfallende Wärme wird effizient weitergenutzt und trägt wesentlich zur Eigenversorgung der Kläranlage bei.

    Die Blockheizkraftwerke sind in einem schallgedämmten Raum untergebracht, um Lärmemissionen auf ein Minimum zu reduzieren.

    Technische Ausstattung

    In diesem Gebäudeteil sind folgende Anlagen installiert:

    Blockheizkraftwerke BHKW 2 und 3

    • Nutzung des anfallenden Faulgases mit einem Methananteil von rund 62 %
    • Jährliche Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie
    • Der erzeugte Strom wird größtenteils direkt für den Betrieb der Kläranlage verwendet

    Die anfallende Wärme wird genutzt für:

    • die Beheizung des Faulturms (Betriebstemperatur ca. 38 °C)
    • die Beheizung der Betriebsgebäude
    • die Klärschlammtrocknung

    Abgasführung

    • Die Abgase der Blockheizkraftwerke werden über einen Edelstahlauspuff mit Schalldämpfer abgeführt
    • Über eine Transferleitung werden die Abgase zur nahegelegenen Klärschlammtrocknungsanlage geleitet und dort weiter energetisch genutzt

    Durch diese kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) wird ein hoher Wirkungsgrad erzielt und ein wesentlicher Beitrag zur Energieeffizienz sowie zur nachhaltigen Betriebsführung der Kläranlage geleistet.

     

     

     

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  • Gasspeicherbehälter
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    Der Gasspeicher dient der sicheren Zwischenspeicherung des im Faulturm erzeugten Biogases und stellt einen wichtigen Bestandteil des Energiekonzeptes der Kläranlage dar.

    Durch die kontrollierte Speicherung wird ein gleichmäßiger Betrieb der Blockheizkraftwerke sowie der gesamten Gasverwertung sichergestellt.

    Technische Eckdaten

    • Speichervolumen: 500 m³ Biogas
    • Druckregelung: mittels gewichtsbelasteter Membran mit einem Betriebsdruck von rund 350 mbar
    • Infrastruktur: unterirdische Gasleitungen mit Entwässerungsschacht sowie automatischen Kondensatschleusen

    Der Gasspeicher gewährleistet damit eine stabile Gasversorgung, erhöht die Betriebssicherheit und unterstützt die effiziente Nutzung der gewonnenen Energie.

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  • Kanalräumgutplatz
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    Der Kanalräumgutlagerplatz dient der ordnungsgemäßen Zwischenlagerung jener Materialien, die im Zuge der Kanalreinigung anfallen. Dazu zählen insbesondere Sandfanginhalte, Rechengut sowie Schwemmgut.

    Die Anlage ist als befestigte und abgedichtete Fläche mit umlaufender Randbegrenzung ausgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass keine Fremdstoffe in den Boden oder in die Oberflächenentwässerung gelangen können. Der Schutz von Boden und Gewässern steht dabei im Vordergrund.

    Die Entwässerung des Lagerplatzes erfolgt über ein gezieltes Gefälle. Das anfallende Sicker- und Waschwasser wird kontrolliert erfasst und der Kläranlage zur Behandlung zugeführt.

    Die regelmäßige Entleerung des Lagerplatzes erfolgt mittels Unimog. Das Material wird anschließend in der Kanalräumgut-Waschanlage weiterbehandelt und entsprechend für die fachgerechte Entsorgung aufbereitet.

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  • Schlammlinie
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    Bei der Abwasserreinigung entstehen Schlämme aus der mechanischen und biologischen Reinigungsstufe. Diese werden in der sogenannten Schlammlinie gesammelt und weiterbehandelt. Ziel ist es, das Volumen deutlich zu reduzieren und den Schlamm für die weitere Verwertung oder Entsorgung optimal vorzubereiten.

    Sammlung und statische Eindickung

    Zunächst werden die anfallenden Schlämme in mehreren großvolumigen Behältern zwischengespeichert.

    Durch natürliche Sedimentation setzt sich ein Teil des enthaltenen Wassers ab – der Schlamm wird eingedickt (statische Eindickung). Für unterschiedliche Schlammarten stehen mehrere Behälter mit jeweils angepasstem Volumen zur Verfügung.

    Maschinelle Eindickung

    Im nächsten Schritt wird der Wassergehalt des Schlammes maschinell weiter reduziert.

    Zur Verbesserung der Fest-Flüssig-Trennung werden sogenannte Flockungshilfsmittel eingesetzt. Diese unterstützen die Zusammenlagerung der feinen Schlammteilchen und erleichtern die Abscheidung des Wassers. Die Hilfsstoffe werden in einer eigenen Anlage aufbereitet und präzise dosiert.

    Zwischenspeicherung und Entwässerung des Faulschlammes

    Der ausgefaulte Schlamm wird in weiteren Behältern gesammelt und anschließend einer Entwässerungsanlage (Zentrifuge) zugeführt.

    In der Zentrifuge wird dem Schlamm nochmals ein erheblicher Teil des Wassers entzogen, wodurch eine deutliche Feststoffkonzentration erreicht wird. Auch in diesem Prozessschritt kommen Flockungshilfsmittel zum Einsatz.

    Das anfallende Trübwasser wird kontrolliert erfasst und in die Belebungsstufe der Kläranlage zurückgeführt.

    Effizienz und Nachhaltigkeit

    Durch die mehrstufige Schlammbehandlung werden Gewicht und Volumen des Klärschlammes erheblich reduziert.

    Dies führt zu:

    • geringeren Transportkosten
    • reduziertem Entsorgungsaufwand
    • effizienterer Weiterverwertung

    Die Schlammlinie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Betriebsführung der Kläranlage.

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    Weitere Informationen zur Anlage

  • Wärmezentrale
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    Die bei der Kläranlage erzeugte Wärme wird in der Wärmezentrale gesammelt, geregelt und bedarfsgerecht verteilt.

    Die Wärme stammt aus mehreren Energiequellen:

    • den Blockheizkraftwerken (BHKW),
    • mehreren Wärmepumpen,
    • sowie einem Biogasbrenner.

    Nutzung der erzeugten Wärme

    Von der Wärmezentrale aus wird die Wärme gezielt eingesetzt:

    • zur Beheizung des Faulturms, der für die Schlammbehandlung eine konstante Betriebstemperatur benötigt
    • zur Beheizung der Betriebsgebäude der Kläranlage

    Damit wird die bei der Abwasserreinigung gewonnene Energie effizient im eigenen System weiterverwendet.

    Technische Ausstattung

    Die Wärmezentrale ist im Gebäude der Schlammentwässerung untergebracht und umfasst folgende Anlagenteile:

    • Wärmeverteiler mit Pumpen und Regelventilen zur bedarfsgerechten Steuerung
    • Gasbrenner zur direkten Nutzung des anfallenden Faulgases
    • Schaltkasten zur Steuerung und Überwachung der gesamten Anlage
    • Drei Wärmepumpen zur zusätzlichen, energieeffizienten Wärmeerzeugung

    In einem getrennten Raum befindet sich zudem ein weiterer Gasbrenner, in dem Faulgas bei Bedarf direkt verbrannt werden kann. Die dabei entstehenden Abgase werden sicher über einen eigenen Kamin abgeführt.

    Beitrag zur Nachhaltigkeit

    Durch die zentrale Bündelung und effiziente Nutzung der Prozesswärme wird ein wesentlicher Beitrag zu einem energieeffizienten und umweltfreundlichen Betrieb der Kläranlage geleistet.

    Die Wärmezentrale ist damit ein zentraler Baustein des nachhaltigen Energiekonzeptes des Wasserverbandes Ossiacher See.

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  • Nachklärbecken
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    Im Nachklärbecken erfolgt die Trennung des biologisch gereinigten Abwassers vom Belebtschlamm.

    Das Abwasser-Schlamm-Gemisch strömt in langgestreckte, rechteckige Becken, in denen eine ruhige Strömung herrscht. Unter diesen Bedingungen kann sich der Schlamm am Beckenboden absetzen.

    Schlammrückführung und Überschussschlamm

    Der am Boden abgesetzte Schlamm wird mittels Bandräumern kontinuierlich zu Trichtern am Beckenende gefördert.

    • Der überwiegende Teil wird als Rücklaufschlamm wieder in die biologische Reinigungsstufe zurückgepumpt. Dadurch bleibt die notwendige Mikroorganismenkonzentration für einen stabilen Reinigungsprozess erhalten.
    • Ein kleinerer Anteil, der sogenannte Überschussschlamm, wird zur weiteren Behandlung in die Faulanlage überführt.

    Klarwasserabzug

    Das gereinigte Wasser wird knapp unter der Wasseroberfläche über spezielle Ablaufrohre abgezogen.

    Anschließend kann es – entsprechend den gesetzlichen Vorgaben – schadlos in den Vorfluter eingeleitet werden.

    Technische Daten

    Die Kläranlage verfügt über insgesamt vier baugleiche Nachklärbecken:

    • Länge: 38 Meter
    • Breite: 9 Meter
    • Mittlere Wassertiefe: 3,20 Meter
    • Bauweise: überwiegend mit Betondecke abgedeckt

    Die Nachklärung bildet einen entscheidenden Schritt im Reinigungsprozess und stellt sicher, dass das gereinigte Abwasser in hoher Qualität in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird.

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  • Vorklärbecken
    vorklaerbecken

    Im Vorklärbecken werden die absetzbaren organischen Schmutzstoffe vom Abwasser getrennt. Dazu wird das Abwasser in das rechteckige, längliche Becken geleitet. Im Becken herrscht kaum Turbulenz und der sog. Primärschlamm setzt sich am Beckenboden ab. Über einen Bandräumer wird der abgesetzte Bodenschlamm in die Trichter des Vorklärbeckens befördert und von dort mittels Pumpen in den Voreindicker und in weiterer Folge in den Faulturm gepumpt.

    Das Vorklärbecken ist ein teilweise mit einer Betondecke geschlossenes Becken. Das rechteckige Becken ist 37 m lang und 8 m breit. Die mittlere Wassertiefe beträgt 2,5 m.

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  • Denitrifikationsbecken, Bio-P-Becken
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    Bei der Denitrifikation wird mit Hilfe von Mikroorganismen der organische Stickstoff aus dem Abwasser entfernt. Bei der biologischen Phosphorentfernung werden die Mikroorganismen unter ganz speziellen Verfahrensschritten dazu gebracht einen Teil der organischen Phosphorverbindungen aus dem Abwasser biologisch zu entfernen.

    In dieses Becken gelangt der vermischte Abwasserstrom aus Vorklärbecken und dem Rücklaufschlamm aus den Nachklärbecken. Das Becken dient als Denitrifikationsbecken bzw. als Becken zur biologischen Phosphorentfernung.

    Das Becken ist in drei gleich große Kammern unterteilt, die durch Trennwände mit Öffnungen 2000x2000 mm getrennt sind. Damit der Schlamm in Schwebe gehalten wird, ist in jeder Kammer ein Rührwerk mit vertikaler Achse angeordnet. Die letzte Kammer wird mit Belüftungseinrichtungen ausgestattet, damit bei geringen Belastungen der Kläranlage die Zeit in der der Schlamm anoxisch bzw. anaerob ist nicht zu lange wird.

    Das Denitrifikationsbecken, Bio-P-Becken ist ein teilweise mit einer Betondecke geschlossenes Becken. Das rechteckige Becken ist 29 m lang und 8 m breit. Die mittlere Wassertiefe beträgt 2,5 m.

  • Fällmittelstation
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    Die organischen Phosphorverbindungen im Abwasser müssen mit Chemikalien über eine chemische Fällungsreaktion aus dem Abwasser entfernt werden. Es werden dem Abwasser in geringen Mengen Chemikalien zudosiert, damit die Fällungsreaktion eingeleitet wird. Die organischen Phosphorverbindungen werden durch die Fällung von einem im Wasser gelösten Aggregatzustand in einen festen Aggregatzustand übergeführt und in weitere Folge über die Nachklärbecken aus dem System ausgetragen.

    Weiters kann es durch den biologischen Prozess zu einer Absenkung des pH-Wertes in der Kläranlage kommen. In solchen Fällen muss der pH-Wert mit einer Lauge wieder in den neutralen Bereich gebracht werden. Dazu ist in diesem Gebäude eine Laugendosiereinheit geschaffen worden. Die Lauge zur Neutralisation des Abwassers wird in Gitterboxen zu max. 1 m³ gelagert.

    Das Fällmittel und die Lauge werden wahlweise in getrennten Leitungen zu den Dosierstellen beim Zwischenpumpwerk, beim Ablauf Belebungsbecken und beim Zulauf Sandfang gepumpt.

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  • Gebläsehaus Sandfang
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  • Sandfang
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    Im Sandfang werden mineralische Bestandteile wie Sand und Kies aus dem Abwasser entfernt, bevor es in die weiteren Reinigungsstufen gelangt.

    Das Becken ist länglich ausgeführt und auf einer Seite mit Luftdüsen ausgestattet. Durch das Einblasen von Luft entsteht im Wasser eine rotierende Strömung (Walzenströmung) in Fließrichtung.

    Aufgrund der dabei wirkenden Zentrifugalkraft setzen sich die schwereren mineralischen Partikel am Beckenboden ab, während organische Stoffe im Wasser verbleiben und weiter zur biologischen Reinigung gelangen.

    Technische Ausstattung

    • Drucklufterzeugung durch zwei Gebläse im nahegelegenen Gebläsehaus
    • Flexible Nutzung der Druckluft, unter anderem auch für biologische Prozesse wie die Nitrifikation

    Beckenabmessungen:

    • Länge: 31 Meter
    • Breite: 3,5 Meter
    • Tiefe: ca. 4,5 Meter

    Der Sandfang schützt nachfolgende Anlagenteile vor Verschleiß und Ablagerungen und trägt wesentlich zur Betriebssicherheit und Langlebigkeit der Kläranlage bei.

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  • Belebungsbecken
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    Die Belebungsbecken bilden das zentrale Element der biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage.

    Hier übernehmen Mikroorganismen die eigentliche Reinigungsarbeit: Sie bauen gelöste organische Inhaltsstoffe ab und wandeln diese in stabile, umweltverträgliche Verbindungen um.

    Sauerstoffversorgung und Prozesssteuerung

    Damit die Mikroorganismen optimal arbeiten können, benötigen sie Sauerstoff. Dieser wird über feinblasige Belüftungsplatten in das Abwasser eingebracht.

    Die dafür erforderliche Druckluft wird in einer Gebläsestation zwischen den beiden Becken erzeugt und gezielt zu den Belüftern geleitet. Der gesamte Prozess wird automatisch überwacht und geregelt, um eine stabile und effiziente Reinigung sicherzustellen.

    Aufbau und Funktionsweise

    Die Becken sind rund, oben offen und weisen einen Durchmesser von 35 Metern auf. Das Abwasser durchströmt die Becken von innen nach außen.

    • Innerer Ring – anoxische Zone (ohne Sauerstoff):
      Hier wird Nitrat teilweise wieder in elementaren Stickstoff umgewandelt (Denitrifikation).
    • Mittlerer und äußerer Bereich – aerobe Zone (mit Sauerstoff):
      In diesen Zonen erfolgt unter Sauerstoffzufuhr der biologische Abbau organischer Stoffe sowie die Nitrifikation.
    • Rezirkulation:
      Eine Rezirkulationspumpe fördert nitrathaltiges Wasser aus den äußeren Bereichen zurück in den inneren Ring, um die Denitrifikation gezielt zu unterstützen.

    Am Ende des biologischen Reinigungsprozesses fließt das behandelte Abwasser in die Nachklärbecken, wo die Trennung von Wasser und Belebtschlamm erfolgt.

    Betriebssicherheit

    Die Kläranlage verfügt über zwei parallel betriebene Belebungsbecken. Dadurch wird eine kontinuierliche Reinigung auch bei Wartungsarbeiten oder schwankenden Zulaufmengen gewährleistet.

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  • Gebläsehaus Biologie
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  • Trübwasserspeicher
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    Der Trübwasserbehälter ist baulich beim Gebläsehaus Biologie untergebracht. In diesem oben abgedeckten und über Einstiegsöffnungen erreichbaren Behälter wird das Trübwasser von der Schlammentwässerung zwischengespeichert und in der Nacht automatisch der biologischen Stufe zugeleitet. Das Becken ist 5,5 m lang und 5,5 m breit. Die Wassertiefe beträgt ca. 3,10 m. Das Bauwerk ragt ca. 1,50 m aus dem Erdreich heraus und ist allseitig mit Geländer versehen.

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  • Rechenhaus
    rechenhaus

    Als mechanische Vorreinigung dient eine Siebanlage der Firma HUBER, Typ ROTAMAT RPPS mit 1,80 Meter Durchmesser und mit einem 3mm Lochblech-Sieb.

    Diese Siebanlage ist unter einem Winkel von 35 Grad im Gerinne eingebaut. Das Roh-Abwasser gelangt durch die offene Stirnseite in die schräg stehende Siebtrommel und durchströmt das Lochblech von der Innenseite zur Außenseite hin. Die im Roh-Abwasser mitgeführten Schwimm-, Sink- und Schwebestoffe werden vom Lochsieb abgeschieden. Dabei bildet sich ein Siebgutbelag auf der Innenseite der Siebtrommel, der den Wasserstand vor der Siebanlage steigen lässt. Der Wasserstand vor und nach der Siebanlage wird von Messungen überwacht. Wird der Einschaltwert überschritten, beginnt sich die Siebtrommel zu drehen.

     

    Durch das Drehen der Siebtrommel wird das Siebgut entnommen und mit Unterstützung eines scharfen Luftstrahls und einer Abstreifbürste von der Siebtrommel-Innenseite in den zentrisch angeordneten Auffangtrichter abgeworfen.

    Die im Trichter befindliche Förderschnecke, welche starr mit dem Siebkorb verbunden ist, transportiert das abgeworfene Siebgut in das geschlossene Steigrohr. In dieser Förderschnecke wird das Siebgut ausgewaschen und am oberen Ende vor dem Abwurf entwässert und gepresst.

    Das Siebgut fällt in den und wirft dieses in eine Förderschnecke und danach in den bereitgestellten Container ab.

    Eine Besonderheit ist das Reinigungssystem an der Siebtrommel. Es besteht aus einer Luftreinigung mit einer Luftklinge, die aus zwei leistungsstarken Ventilatoren mit Druckluft versorgt wird, sowie einer Hochdruckreinigung, welche die feinen Fasern, die sich um die Stege zwischen den 3mm-Löchern hängen, automatisch mit 200 bar Hochdruck zerstört und abspritzt.

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  • Labor
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    Das Labor der Verbandskläranlage ist im Erdgeschoss des Betriebsgebäudes II untergebracht. Hier werden die laufenden, vorgeschriebenen Abwasseruntersuchungen durchgeführt.

    Folgende Aggregate sind in diesem Raum untergebracht:

    • Entsprechende Ausstattung zur Durchführung von Abwasseranalysen.
    • Absaugung für Trockensubstanzbestimmung mit Abgasfang über Dach
    • Versperrbarer Giftschrank
    • Online Analysegeräte im Nebenraum
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  • Ablaufpumpwerk zur Glan
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    Das gesamte biologisch gereinigte Abwasser wird über eine ca. 5 km lange Druckleitung ins Glantal gepumpt und dort in die Glan ausgeleitet. Es ist somit sichergestellt, dass die Abwässer nicht in die Tiebel und in weitere Folge in den Ossiacher See gelangen können.

    Dazu wurde ein Pumpwerk mit trocken aufgestellten Kreiselpumpen installiert. Der Vorlagebehälter für die Pumpen befindet sich unmittelbar vor dem Gebäude. Dieser ist unterirdisch mit einer Betondecke und entsprechenden Einstiegsöffnungen versehen.

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  • Grobschotterfang
    grobschotterfang

    Bei Starkregenereignissen steigt die Zulaufmenge zur Kläranlage deutlich an. Neben häuslichem Abwasser gelangt zusätzlich Regenwasser in das Kanalsystem, das Ablagerungen aus den Leitungen mitführt. Dabei können größere Steine, Schotter oder andere schwere Gegenstände in die Anlage eingetragen werden.

    Grobschotterfang – Schutz der Anlagentechnik

    Im Grobschotterfang werden diese schweren Bestandteile zuverlässig aus dem Abwasser entfernt. Dadurch werden nachfolgende Anlagenteile – insbesondere der Feinrechen im Rechenhaus – wirksam vor Beschädigungen geschützt.

    Der abgeschiedene Schotter sowie andere schwere Materialien werden über spezielle Förderschnecken quer und längs zum Hauptabfluss ausgetragen.

    Anschließend erfolgt eine weitere Aufbereitung:

    • Kleinere Grobstoffe werden über eine Siebtrommel separiert.
    • Feine mineralische Bestandteile werden in einem Sandwäscher gereinigt.

    Feinrechen im Rechenhaus

    Im Rechenhaus befindet sich zusätzlich ein horizontaler Feinrechen. Dieser wird automatisch zugeschaltet, sobald der Zulauf 1.200 Liter pro Sekunde überschreitet.

    Dadurch wird verhindert, dass Rechengut in die Regenrückhaltebecken gelangt und dort zu Ablagerungen oder Betriebsstörungen führt.

    Geruchsbehandlung

    Die bei diesem Prozess entstehende Abluft wird vor der Ableitung ins Freie über einen Biofilter geführt.

    In diesem Filter bauen Mikroorganismen die enthaltenen Geruchsstoffe biologisch ab. So wird sichergestellt, dass keine unangenehmen Geruchsemissionen entstehen und die Umgebung geschützt bleibt.

    Die Grobschotter- und Feinreinigung stellt insbesondere bei starken Niederschlägen einen wichtigen Schutzmechanismus für die Kläranlage dar und gewährleistet einen stabilen und sicheren Betrieb.

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  • Sendemast
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  • Notstromaggregat, Niederspannungshauptverteilung (NSHV)
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    Mit dem Notstromaggregat kann die gesamte Kläranlage bei Stromausfall mit Energie versorgt werden. Die Anlage ist dabei so ausgelegt, dass bei Stromausfall das Notstromaggregat automatisch oder manuell gestartet werden kann. Bei Wiederkehr der Stromversorgung des EVU werden die Frequenzen automatisch zwischen EVU und Notstromaggregat synchronisiert und das Notstromaggregat kann ohne Netzunterbrechung weggeschaltet werden.

    Das Notstromaggregat und die Niederspannungshauptverteilung bilden einen Teil des Betriebsgebäudes I und sind neben der Garage 2 untergebracht.

    Folgende Aggregate sind in diesen Räumen untergebracht:

    • Notstromaggregat mit 800 kVA mit entsprechender Frischluftansaugung über Zuluftjalousien und über Dach geführten Abgasfang
    • Treibstofflager für 3.000 l in einem separaten Raum
    • Niederspannungshauptverteilung mit USV Anlage
    • Transformator samt Schaltanlage in einem separaten versperrten Raum
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  • Ableitung Glan
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  • Mischwasserbehandlung im Nachklärbecken
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    Als weitere Innovation im Bereich der Klärtechnik wurde eine Mischwasserbehandlung im Nachklärbecken realisiert. Dabei wird die obere Schicht des Abwasser-Regenwassergemisches im Regenrückhaltebecken, die bedingt durch die Sedimentation im Becken arm an Schwebstoffen ist, an der biologischen Stufe vorbei, direkt in die Nachklärbecken geleitet.

    Entsprechende großtechnische Anwendungen von Mischwasserbehandlung im NKB wurden vor allem bei der Kläranlage Wulkaprodersdorf im Burgenland durchgeführt. Die Arbeiten wurden vom Institut für Wassergüte der TU Wien wissenschaftlich begleitet. Dabei hat sich bei Einleitung von Mischwasser direkt in die Nachklärung folgendes gezeigt:

    • Es kommt zu einem Teilabbau von NH4-N und organischem Kohlenstoff bei Vorhandensein von Sauerstoff
    • Es kommt zu einer Inkooperation von partikulären Stoffen in der Schlammflocke
    • Es kommt zu einer Adsorption von gelöstem CSB.
  • Regenrückhaltebecken
    regenrueckhaltebecken

    Aufgrund der Topografie des Verbandsgebietes sowie der Mischkanalisation im Stadtgebiet Feldkirchen gelangt bei Regenereignissen eine erhebliche Menge Mischwasser – bestehend aus Regenwasser und häuslichem Abwasser – zur Kläranlage.

    Während bei Trockenwetter rund 40–50 Liter pro Sekunde zufließen, kann die Zulaufmenge bei Starkregen auf bis zu 4.500 Liter pro Sekunde ansteigen.

    Zwischenspeicherung bei hohen Zulaufmengen

    Um diese Spitzenmengen kontrolliert bewältigen zu können, stehen zwei Regenrückhaltebecken zur Verfügung.

    Sie speichern jenes Abwasser, das während des Regenereignisses nicht unmittelbar in der biologischen Reinigungsstufe behandelt werden kann.

    Nach Abklingen des Niederschlags wird das gespeicherte Wasser über Schneckenpumpwerke kontrolliert in die Kläranlage zurückgeführt und dort vollständig biologisch gereinigt.

    Schlammmanagement und Reinigung

    Während der Speicherung setzen sich am Beckenboden organische und anorganische Feinteile ab – der sogenannte Bodenschlamm.

    Um hygienische Probleme und Geruchsbelästigungen zu vermeiden, wird dieser Schlamm nach dem Entleeren der Becken gezielt entfernt:

    • Wasserwerfer spülen den Bodenschlamm in eine zentrale Sammelrinne
    • Von dort gelangt er in das Schneckenhebewerk
    • Anschließend wird er dem regulären Reinigungsprozess zugeführt

    Die Reinigung der Becken erfolgt sowohl manuell als auch automatisch. Besonders die automatische Reinigung ist wesentlich, da die Entleerung häufig in den Nachtstunden erfolgt, wenn die Belastung der Kläranlage geringer ist. Dadurch wird eine vollständige Reinigung von Boden und Wänden sichergestellt und Geruchsemissionen werden minimiert.

    Technische Daten

    • Anzahl der Becken: 2
    • Maximaler Zulauf: 4.500 l/s
    • Länge je Becken: 95 m
    • Breite je Becken: 45 m
    • Maximale Wassertiefe: ca. 2,10 m
    • Fassungsvolumen je Becken: ca. 9.000 m³
    • Anzahl der Wasserwerfer: 4 je Becken

    Die Regenrückhaltebecken stellen einen zentralen Bestandteil des Hochwasserschutzes und der Betriebssicherheit der Kläranlage dar. Sie ermöglichen eine kontrollierte Behandlung auch bei extremen Niederschlagsereignissen und tragen maßgeblich zum Schutz der Gewässer bei.

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  • Nutzwasserpumpwerk
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  • Pumpstation Maltschach
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Parameter

Ausbaugröße

Auslastung in %

EinwohnerEW5000065
Tageszuflussmengem³/d1000066,4
BSB5-Frachtkg BSB5/d300069,7

* teilweise Mischwasserkanalisation

Daten der wichtigsten Anlagenteile

Daten der wichtigsten Anlagenteile

Regenrückhaltebecken170002
Sandfang3201
Vorklärung6701
Deni / Bio-P5101
Belebung68902
Nachklärung42404
Faulturm20001
Gasspeicher5001

Reinigungsleistung

Bescheid laut WRG (mindestens)

BSB5

95%

CSB

85%

Ges-N > 12°C

70%

Ges-N < 12°C

60%

Emmisionsgrenzen

Bescheid laut WRG (kleiner gleich)

NH4-N mg/l

1,0

NO3-N mg/l

25,0

Ges-P mg/l

0,5

Legende

BSB5Biologischer Sauerstoffbedarf in fünf Tagen, berechnet als O2
CSBChemischer Sauerstoffbedarf, berechnet als O2
Ges-NGesamt gebundener Stickstoff, berechnet als N
NH4-NAmmonium Stickstoff, berechnet als N
NO3-NNitratstickstoff, berechnet als N
Ges-PGesamtphosphor, berechnet als P
WRGWasserrechtsgesetz 1959 idgF.

Jahresprotokolle

Jahresprotokoll2014
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Jahresprotokoll2015
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Jahresprotokoll 2016
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Protokoll-2017
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Protokoll-2018
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WichtigeParameter2019
WichtigeParameter2019

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WichtigeParameter2020
WichtigeParameter2020

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klaeranlage_villach

Kläranlage Villach

Die vollbiologischen Kläranlage in St. Agathen, mit einem Reinigungsgrad von mehr als 95 Prozent, wurde 1997 in Betrieb genommen. Ausgelegt ist die Anlage für 200.000 Einwohnergleichwerte.

In der Kläranlage Villach werden neben den Abwässern aus der Stadt Villach, auch die Abwässer aus dem Gebiet des Abwasserverbandes Faaker See, Teilen des Wasserverbandes Ossiacher See (Nutzungsrecht zur Einleitung von max. 34.000 EW) sowie der Gemeinden Hohenthurn, Afritz, Arnoldstein, Bleiberg und Arriach gereinigt.