Die Reinigung der Kanalisationsanlage und Pumpwerke erfolgt mit den 3 verbandseigenen Hochdruckspülfahrzeugen. Die Fahrzeuge sind mit der neuesten Technologie wie z.B. Wasserrecycling und Allradantrieb ausgestattet.
Die Kanalreinigung funktioniert grundsätzlich mit einer Hochdruckreinigung unter Verwendung von Wasser ohne Beimischung von chemischen Reinigungsmitteln. Die druckbeaufschlagte Düse wird in den Kanal eingezogen. Der Wasserstrahl an der Düse löst das abzutransportierende Material aus den Kanälen. Wenn das Ende der zu reinigenden Kanalstrecke erreicht ist, wird die Düse zurückgezogen und das gespülte Material bis zum Arbeitsschacht transportiert und in den Kessel des Spülfahrzeuges gesaugt. Im Fahrzeug wird das Räumgut-Wasser-Gemisch durch ein mehrstufiges Filtersystem getrennt und das Wasser wiederaufbereitet. Der große Vorteil dieses Recyclingsystems liegt darin, dass der Reinigungsvorgang kontinuierlich abläuft und nicht unterbrochen werden muss. Dazu kommt die Einsparung von wertvollem Trinkwasser.
Kanalinspektion
Bilder aus dem Untergrund
Das Kanal-TV-Team des Wasserverbandes Ossiacher See ist regelmäßig unterwegs um die nicht begehbaren Kanäle mit einer speziellen Kamera zu inspizieren. Der Kamerakopf ist auf einem Fahrwagen mit 4 oder 6 Radantrieb montiert. Die Verbindung zwischen dem Kamerasystem und dem Inspektionsfahrzeug erfolgt über ein Kabel. Im Fahrzeug ist ein Kontrollraum eingerichtet, von welchem aus der Inspekteur über einen Joystick die Kamera und den Fahrwagen steuert und über einen Bildschirm die Befahrung beobachtet. Die Befahrung der Kanäle mittels Kamera wird auf Video aufgezeichnet und die baulichen und betrieblichen Zustände in eine Datenbank gespeichert. Im Kontrollraum des Kanalinspektionsfahrzeuges befinden sich die Bildschirme, ein Computer und die Steuerung der Kamera. Auf dem Computer sind eine Software zur Protokollierung der Kanalinspektion und Verspeicherung der Inspektionsvideos sowie ein geografisches Informationssystem (GIS) mit dem gesamten Leitungsbestand installiert. Der Standort des Kanalinspektionsfahrzeuges wird über GPS ermittelt. Aufgrund der unterschiedlichen Kanalrohrdimensionen werden unterschiedliche Kameras bzw. Fahrwägen eingesetzt. Bei Kanalleitungen mit kleinen Rohrdurchmessern und vielen Richtungsänderungen wird eine Schiebekamera eingesetzt. Der Kamerakopf wird über ein starres Kabel an der Rohrsohle entlang geschoben.
Die notwendigen Werkzeuge, Ersatzteile, Sicherheitsausrüstung, Kamerazubehör und die steuerbare Kabeltrommel befinden sich im hinteren Teil des Fahrzeuges. Die vor Ort aufgenommenen Kanalinspektionsdaten werden nach der Rückkehr zum Betriebsgebäude auf den Server überspielt. In weiterer Folge wird die Auswertung der Inspektionsdaten vorgenommen und die entsprechende Sanierung in Abhängigkeit von der Schadensart in Auftrag gegeben.